Sicher kennen Sie den Spritverbrauch Ihres Autos – aber was verbraucht eigentlich Ihr Eigenheim? Woher rühren die immensen Energieverluste und was können Sie dagegen tun?
Auch Familie Kramer stand bis vor Kurzem nahezu ratlos vor diesem Problem. Familie Kramer gehört ein Einfamilienhaus mit 135 qm Wohnfläche. Das Haus wurde in den 1950er-Jahren gebaut. Der Energieverbrauch beträgt etwa 5.000 l Heizöl pro Jahr. Kostenpunkt: rund 3.000,- €.
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Nach dem Energie-Check investierte Familie Kramer 42.000,- €. Durch diese Maßnahmen konnten die Energiekosten von 3.000,- € auf 600,- € pro Jahr gesenkt werden. Da die Ölpreise – und da sind sich die Energieexperten einig – in den nächsten Jahren weiter stark steigen werden, wird die zukünftige Ersparnis sogar noch höher ausfallen. Mit der aktuellen Ersparnis von 2.400,- € wird das gesamte Energiesparprojekt finanziert. Somit hat Familie Kramer auch jetzt keine höhere Belastung als vor der Sanierung, aber deutlich mehr Komfort und durch den Dachausbau außerdem noch 45 qm zusätzlichen Wohnraum gewonnen, was Tochter Henrike sicherlich am meisten freut.
Maßnahmen für mehr Komfort:
Nach einer ausgiebigen Prüfung aller Möglichkeiten entschieden sich die Kramers für eine umfassende Sanierung:
- Dachdämmung
- Wärmeverbundsystem für die Außenwände
- Dämmung der Kellerdecke
- Solaranlage mit zusätzlichen Fördermitteln
- Neue Fenster mit Wärmeschutzverglasung
- Holzpelletofen im Wohnzimmer als Wärmequelle für das gesamte Haus
Natürlich gibt es noch andere Möglichkeiten der Energieeinsparung, die ganz individuell auf Ihr Haus abgestimmt sein sollten.
Die Finanzierung der eigenen vier Wände ist derzeit so günstig wie selten“, bringt Berthold Oberfeld, Baufinanzierungsexperte der Volksbank Bochum Witten eG, die aktuelle Hypothekenzinslage auf den Punkt.
Wer für seine Baufinanzierung heute ein Darlehen über 100.000,00 € aufnimmt, zahlt bei einer Laufzeit von zehn Jahren im Durchschnitt rund 400,00 € pro Monat. Zum Vergleich: Vor 10 Jahren lag die durchschnittliche monatliche Belastung noch bei umgerechnet 638,00 € und vor 20 Jahren bei 889,00 € was einer mehr als doppelt so hohen monatlichen Belastung entspricht.
„Das absolute Zinstief scheint angesichts der Marktlage allerdings schon durchschritten“, so Oberfeld. Was die Geldanleger freut, kann für den Bauherrn und all diejenigen, die in den nächsten Monaten oder Jahren ihre Baufinanzierung durchführen bzw. verlängern müssen, jedoch teurer werden.
„Wichtig ist es aber in jedem Fall, dass hier eine umfassende Beratung stattfindet. Nicht jedes Angebot ist geeignet und der Markt der Möglichkeiten ist sehr groß“, betont Berthold Oberfeld. Oft können auch öffentliche Mittel, wie z.B. KfW-Darlehn Ihre monatliche Belastung verringern.
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